0. Der kleine Snack für zwischendurch?
1. Das Futterspektrum unter natürlichen Lebensbedingungen
2. Anatomische und physiologische Besonderheiten des Verdauungskanals
3. Woraus bestehen Snacks für Kaninchen und Nagetiere?
4. Die Folgen nicht artgerechter Fütterung
5. Fazit
0. Der kleine Snack für zwischendurch?
Leider werden Kaninchen und Meerschweinchen in der tierärztlichen Praxis häufig wegen Verdauungsproblemen vorgestellt. Neben Erkrankungen die durch Parasiten, Bakterien und Pilzen hervorgerufen werden und entsprechend behandelt werden müssen, kann in vielen Fällen eine Korrektur der Fütterung alleine Abhilfe schaffen.
In der freien Wildbahn fressen Kaninchen Gräser, Kräuter und Blätter von Gemüsepflanzen, also rohfaser- und zellulosereiches Futter.
Alle Zähne der Kaninchen und Meerschweinchen wachsen lebenslang. Eine ausreichende Zahnabnutzung erfolgt nur durch rohfaserreiches Futter, das bedeutet Heu oder Wiesengras als Grundfutter mit Ergänzung von abwechselungsreichem Frischfutter wie Blätter und Kräuter und in Maßen Obst und Gemüse. Der Blinddarm ist eine große Gärkammer, die von Bakterien (der Darmflora) besiedelt wird. Diese können durch falsches Futter (z.B. Getreide, Brot) abgetötet werden.
Nicht artgerechte Fütterung könnte zu
führen (Folgen).
Dabei wollten Sie Ihrem Tier ja nur etwas Gutes tun, aber was ist denn eigentlich drin, in den lecker aussehenden Snacks?
Zu einer artgerechten Fütterung gehört ein Grundfutter aus vielfältigem Heu, Heupellets oder Wiesengras, das stets vorhanden sein sollte und durch Frischfutter in Maßen ergänzt werden sollte. Beim Meerschweinchen ist das Angebot von Vitamin-C-reichem Frischfutter unabdinglich (Fazit).
Kleintierpraxis
Dr. Ulrich Hecking-Veltman
Dr. Julia Hecking-Veltman
Fachtierärztin für Kleintiere
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