Ernährung von Kaninchen und Meerschweinchen
0. Der kleine Snack für zwischendurch?
1. Das Futterspektrum unter natürlichen Lebensbedingungen
2. Anatomische und physiologische Besonderheiten des Verdauungskanals
3. Woraus bestehen Snacks für Kaninchen und Nagetiere?
4. Die Folgen nicht artgerechter Fütterung
5. Fazit
4. Die Folgen nicht artgerechter Fütterung
- Die Tiere werden übergewichtig und mit der Zeit bewegungsunlustig.
- Sie zeigen chronischen Durchfall (kotverschmiertes Fell, Fliegenmaden in der Sommerzeit)
- Als Folge von Fehlgährungen im Blinddarm entsteht die Trommelsucht: Die Stärke wird zu Zucker abgebaut und dieser durch Hefen vergoren. Die entstehenden Gase können nicht entweichen, so dass der Darm aufgebläht wird und die Tiere starke Bauchschmerzen bekommen.
- Die Körner werden mit den Zähnen nur zerquetscht und nicht zermahlen. Dadurch ist der Zahnabrieb ungenügend und es entstehen überlange Zähne, die in die Zunge oder Backenschleimhaut einspießen können. Dies tut nicht nur weh, sondern führt auch zu weiteren Verdauungsproblemen. Diese Zähne müssen vom Tierarzt geschnitten und gefeilt werden, wozu manchmal eine Vollnarkose nötig ist.
- Die überwiegend aus stärkereichen Körnern bestehende Fütterung liefert zu wenig Kalzium. Über längere Zeit entwickelt sich ein Mangel, der zu weichen Knochen und zu Zahnfehlstellungen führt. Die Aufnahme von Heu aus vielfältigen Graspflanzen garantiert eine ausreichende Kalziumversorgung, bei Konzentratfütterunung mit Luzernenheurollis oder exzessiver Petersiliengabe kann es aber auch zu einer Kalziumüberversorgung kommen