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Toxoplasmose

Immer wieder werden wir von besorgten Frauen, die schwanger sind oder sich ein Kind wünschen gefragt, wie gefährlich die von Katzen übertragene Krankheit Toxoplasmose für Sie oder Ihr Kind sein kann und wie sie sich davor schützen können.

Hauptinfektionsquellen für den Menschen sind infektiöses Schweine- oder Schaffleisch oder die Aufnahme von Oozysten (infektiöse Stadien) durch Katzekot oder bei der Gartenarbeit.

Beim Mensch verläuft die Infektion bei zwei Drittel der Fälle symptomlos, in den übrigen Fällen kommt er zu vorübergehendem Fieber, Abgeschlagenheit, kurzen Durchfällen oder Lymphkotenschwellung. Ernsthafte Erkrankungen können sich bei immunsupprimierten Menschen (z.B. durch AIDS oder nach Organtransplantationen) ergeben.

Schwerwiegend kann eine Infektion für den Embryo sein, wenn sich die Mutter währed der Schwangerschaft erstmalig mit Toxoplasmose ansteckt. Dabei kann es zu Schädigungen am Gehirn oder dem Auge kommen. Diese Schäden könne sich erst nach Jahren als Intelligenzdefizite, epilepsieartige Anfälle oder wiederkehrende Entzündungen des inneren Auges zeigen.

Die meisten Katzen infizieren sich als Jungtiere durch rohes Fleisch oder Beutetiere. Eine Infektion über den Kot anderer Katzen oder von der Mutter über die Gebärmutter ist auch möglich.

Die Katze scheidet nach einer Infektion nur für ca. 14 Tage Oozysten aus und bildet danach eine relativ stabile Immunität. Oozysten werden im Allgemeinen nicht von Jungtieren unter 4-6 Monaten und selten von über 2 Jahre alten Tieren ausgeschieden.

Bei Toxoplasmose kommt es bei der Katze nur selten zu sichtbaren Krankheitserscheinungen (Augenentzündungen, Durchfall, Erbrechen, Fieber, Lungenentzündung, Hirnhautentzündung o.ä.).

Was ist zu tun, wenn eine Frau schwanger ist und sich vor einer Infektion durch die eigene Katze schützen will.
Zunächst sollte sie Ihren Hausarzt oder Gynäkologen dazu veranlassen, einen Toxoplasmose-Titer untersuchen zu lassen.

Ist dieser positiv heißt das, sie hat schon einmal eine Toxoplasmose gehabt. Für den Fötus besteht also normalerweise keine Gefahr.

Ist dieser negativ, hatte die Frau also noch zu keinem Zeitpunkt eine Toxoplasmoseinfektion, sollte Sie die Lebensumstände Ihrer Katze genauer unter die Lupe nehmen. Ist die Katze kein Freigänger und bekommt nur Fertigfutter, ist eine Infektion der Katze sehr unwahrscheinlich und damit keine Gefahr gegeben.

Wer ganz sicher sein will oder seiner Katze weiterhin Freigang gewähren will, sollte zum Tierarzt gehen und eine Blut- und Kotuntersuchung machen lassen. Ist bei der Katze eine Immunität nachweisbar, ist das Risiko, dass sie erneut zum Ausscheider wird, sehr gering. Hat die Katze keinen Toxoplasmose- Antikörper-Titer, sollte das Tier auf jeden Fall während der Schwangerschaft im Haus gehalten werden, da sie sich sonst jeder Zeit mit Toxoplasmen infizieren kann und dann eine Gefahr für das ungeborene Kind werden kann.

Einen weiteren Schutz vor einer Infektion gibt es, wenn das Katzenklo mindesten einmal täglich gereinigt wird, da die Oozysten 48 Stunden brauchen, bis sie für den Menschen gefährlich werden.